

Grundfähigkeitsversicherung – die Alternative zur BU-Versicherung
Die „Absicherung der Arbeitskraft“. Das ist der wichtigste Baustein eines vernünftigen Absicherungskonzeptes.
Die Grundfähigkeitsversicherung stellt dabei eine sehr sinnvolle Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Worum es sich dabei handelt, warum sie so eine gute Alternative zur BU ist, für wen sie interessant ist und worauf man als Endverbraucher unbedingt achten sollte, werdet Ihr in wenigen Minuten wissen.
Was ist die Grundfähigkeitsversicherung
Allgemein geht es bei der Grundfähigkeitsversicherung in erster Linie um die Absicherung eines Risikos. Das Risiko, welches hier abgesichert werden soll, ist der Verlust einer Grundfähigkeit und damit auch der mögliche Verlust des Einkommens.
Was genau bedeutet „der Verlust einer Grundfähigkeit“ eigentlich und was ist überhaupt eine „Grundfähigkeit“? Als Grundfähigkeit werden Fähigkeiten angesehen, die wir alle im täglichen Leben permanent ausführen, ohne uns darüber überhaupt Gedanken machen zu müssen. So spricht man z.B. beim Gehen, Stehen, Sehen, Sprechen, Fühlen, Hören, Bücken, Fahrradfahren, … von Grundfähigkeiten. Verliert man nun eine dieser Grundfähigkeiten, d.h. kann man eine dieser Fähigkeiten nicht mehr ausüben, so erhält man vom Versicherer eine monatliche Rente, die den Verlust ausgleichen soll. Wichtig zu wissen ist, dass nicht jeder Versicherer dieselben Grundfähigkeiten absichert.
Wo liegt der Unterschied zur BU-Versicherung
Im Grund gibt es nur einen konkreten Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Dieser Unterschied liegt eigentlich nur darin, wogegen diese Produkte den Versicherten absichern.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung versichert man sich gegen den Verlust der Arbeitskraft. Kann man den zum Zeitpunkt des Abschlusses ausgeübten Beruf vorausschauend länger als 6 Monate zu 50% nicht mehr ausüben, wird die vereinbarte versicherte Rente vom Versicherer gezahlt. Wichtig dabei ist, dass der in gesunden Tagen zuletzt ausgeübte Beruf ausschlaggebend ist.
Bei der Grundfähigkeitsversicherung ist es so, dass man den Versicherten gegen den Verlust einer Grundfähigkeit absichert. Kann der Versicherte sich also nicht mehr bücken, nicht mehr stehen, oder z.B. nicht mehr Autofahren, zahlt der Versicherer monatlich die vereinbarte Rente.
Die Zielgruppen der Grundfähigkeitsversicherung
Die Zielgruppen einer Grundfähigkeitsversicherung sind eigentlich offensichtlich. Es gibt im Grunde 2 Gruppen, für die die Grundfähigkeitsversicherung sehr interessant ist.
Zum einen ist sie gedacht für Personen, die gesundheitliche Vorerkrankungen haben, die es ihnen sehr schwer machen, sich in einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu versichern.
Zum anderen ist die Grundfähigkeitsversicherung sehr interessant für Personen, die einen Beruf ausüben, der sich in einer sehr hohen Risikoklasse befindet. Einen Maurer, oder Dachdecker zum Beispiel, kann man nur schwer über eine BU absichern. Selbst wenn es möglich ist, sind die Beiträge meist so hoch, dass sie sich kaum einer erlauben kann.
Welche Vertragsbestandteile sollte eine ordentliche Grundfähigkeitsversicherung haben
Es gibt einige Bestandteile die wichtig sind, aber leider nicht von allen Versicherern angeboten werden. Deshalb ist es wichtig, sich guten Rat zu holen und Tarife zu suchen, die möglichst viele Punkte absichern. Dazu zählen unter anderem:
- Die versicherten Grundfähigkeiten
Es ist wichtig, einen Tarif zu suchen, bei dem möglichst viele Grundfähigkeiten versichert sind. Es gibt z.B. Tarife, bei denen 19 Grundfähigkeiten versichert sind. Dort kann man dann sogar Grundfähigkeiten wie z.B. das Schreiben, das Autofahren, oder den Orientierungssinn versichern. - Psychische Erkrankungen
Diese sollten immer mitversichert sein. Grund dafür ist, dass mittlerweile fast 40% der Berufsunfähigkeitsfälle auf psychischen Erkrankungen basieren. - „Beeinträchtigung einer Grundfähigkeit“
Wichtig ist auch, dass man darauf achtet, dass nicht nur der Verlust, sondern auch die Beeinträchtigung einer Grundfähigkeit mitversichert ist. So muss man also nicht erst seine Grundfähigkeit komplett verlieren, um die versicherte Rente zu erhalten. - Der ärztliche Prognosezeitraum
Dieser sollte immer so gering wie möglich gehalten werden.
Wie du siehst, gibt es also einige Punkte, die man beim Abschluss einer Grundfähigkeitsversicherung beachten muss. Wichtig ist aber vor allem, dass man möglichst viel vergleicht, um für sich den besten Tarif zu finden. Diese Möglichkeit bieten wir, mit knapp 400 Produktpartnern. Sollte euer Interesse geweckt sein, oder Ihr wollt einfach nur mal etwas mehr zu diesem Thema wissen, meldet euch gerne über das Kontaktformular bei uns.